Die Altstadt Siena

Siena

Seneser Land Siena ist ein touristisches Ziel von überaus großer historisch-kultureller Bedeutung, 322 m über dem Meeresspiegel gelegen, im Herzen der Toskana, hält es die mittelalterliche charakteristische Erscheinung aufrecht, mit seinen Straßen, die bergauf und -ab führen, einmal steil, einmal eng, führen sie alle zur herrlichen Piazza del Campo und mit noblen Palästen, die von einer wunderschönen Hügellandschaft umringt sind.

Das Symbol der Stadt ist der Torre del Mangia auf der berühmten Piazza del Campo, wo seit Jahrhunderten der Palio ausgetragen wird. Nach dem Ursprung des Namens von Siena wird noch geforscht: Manche verbinden ihn mit der etruskischen Familie der Saina, andere mit der römischen Familie der Saenii. Sicher ist, dass seine Entwicklung erst im Mittelalter zum Höhepunkt kam, als sich die Stadt in verschiedene Richtungen ausdehnte. Als Stadt der Gibellinen schlechthin, war Siena oft in Kämpfe mit den florentinischen Guelfen verwickelt und Zeuge von heldenhaften und grausamen Auseinandersetzungen, die die Geschichte des mittelalterlichen Italiens kennzeichneten.

Eine der berühmtesten Schlachten war die von Montaperti am 4. September 1260, als die Seneser die Florentiner besiegten. Die Stadt gelangte um 1300 zu wahrer Blüte, aus dieser Epoche stammt auch der größte Teil der bürgerlichen Monumente. Mit dem Ausbruch der tragischen Pest 1348 erlebte Siena eine schwere Zeit, die seine Annexion an das Großherzogtum Toskana und den Verlust der Unabhängigkeit zur Folge hatte.

Beim Durchstreifen der Stadt wird man von einem Gefühl der Ruhe erfüllt, welches sich mit den grünen Hügeln vereint, die die Landschaft der Toskana charakterisieren. Man begegnet Straßen mit vielfältigen Besonderheiten, die es zu entdecken gilt und die an jeder Ecke überraschungen bereithalten; so wie man von der Piazza del Campo zum Dom gehen kann, wobei man über die steile Treppe des Baptisteriums schreitet, um dann zum Ospedale di Santa Maria della Scala zu gelangen, welches jetzt als Museum fungiert.



Der Palio der Contrade

Siena Palio der Contrade (Palio der Stadtviertel) von Siena ist die berühmteste, schönste und am intensivsten empfundene unter den volkstümlichen italienischen Veranstaltungen. Wer sich dazu entscheidet, als Zuschauer am Palio teilzunehmen, den erwartet ein faszinierendes Schauspiel, ein historisch-kulturelles Wiedererleben, das in einem zügellosen Pferderennen gipfelt, bei dem sich der Stolz und lebhafte Geist des Wettstreits der Contrade verwirklicht und auflebt.

Das Seneser Land bietet dem Besucher eine abwechslungsreiche und herrliche Landschaft, vor allem demjenigen, der die leuchtenden Farben des Herbstes liebt, sowie das Grün der Weinstöcke des Chianti. Natürlich können wir die Weinproduktion des Seneser Gebietes nicht vergessen, wo wir neben dem berühmten Chianti der Seneser Hügel auch den "Rosso di Montepulciano", den "Brunello di Montalcino" sowie den Vernaccia di San Gimignano probieren können. In Siena und Umgebung, in den Restaurants und Gaststätten, kann man typische Wildgerichte genießen, wie: Linsensuppe mit Fasan, Froschsuppe, Crostini mit Hühnerklein, Milz, Wildbret, Seneser Bohnensuppe, die "Ribollita" (Gemüseeintopf), Pasta und Kichererbsen, Hase und Wildschwein süßsauer, Bohnen "am Vögelchen". Hier finden Sie eine Aufzählung von einigen der wichtigsten und charakteristischsten Sehenswürdigkeiten Sienas.



Der Dom von Siena

Der dom von Siena Der Dom von Siena ist eines der gelungensten Bauwerke der italienischen gotischen Kunst. Sein Bau dauerte vom XII. bis zum XIII. Jahrhundert. An der Errichtung arbeiteten berühmte Künstler, unter denen stechen die Namen von Giovanni Pisano und Giovanni di Cecco für die Kompositfassade und die Portale hervor. Ein Seitenportal besitzt ein Lünettenrelief von Donatello; der Glockenturm mit schwarzweißen Streifen ist im romanischen Stil erbaut. Die Polychromie wiederholt sich im Innern und schafft eindrucksvolle Effekte von Helldunkel. Berühmt ist der Fußbodenbelag mit Sgraffito- und Intarsiendekore mit 56 Bildern, welche biblische Szenen darstellen, die mindestens 40 Künstlern (1369-1547) zu verdanken sind, unter ihnen Matteo di Giovanni und Pinturicchio.

Weiterhin: "Piccolomini-Altar" mit Statuen von Michelangelo und vielleicht von J. della Quercia; "Piccolomini-Bibliothek" und andere Kapellen mit Werken von G.L. Bernini, Guido da Siena, Pinturicchio, Donatello, Neroccio, Tino di Camaino; Hauptaltar von Peruzzi, Vecchietta, Giovanni di Stefano, F. Martini und Beccafumi; der hölzerne Chorstuhl (XIV.-XVI. Jh.) mit Intarsienspiegeln von Giovanni da Verona; Fenster mit den Geschichten der Jungfrau auf Zeichnungen von Duccio. Über all diesen kostbaren Werken sticht die herrliche mamorne Kanzel hervor, die 1266-68 von Nicola Pisano mit der Hilfe des Sohnes Giovanni und anderen Schülern geschaffen wurde, unter ihnen Arnolfo di Cambio. Bemerkenswert ist auch die Sakristei, die Anfang des 15. Jh. mit Fresken bemalt wurde und der Kapitelsaal.



Enoteca Italiana - Fortezza Medicea

Die Enoteca Italiana ist in den Bastionen untergebracht, die, von Nord nach Ost den Zugang zur Fortezza Medicea einschließen, eine beabsichigte Struktur von Cosimo I der Medici, der hierfür die Zeichnung dem Architekten Baldassarre Lanci aus Urbino 1561 in Auftrag gab. Im Innern dieses prächtigen Beispiels militärischer Architektur aus dem 16. Jh. befindet sich die einzige nationale Institution, die per Dekret des Präsidenten der Republik das Ziel hat, dem Besucher eine Auslage der besten Weine Italiens zu präsentieren und sie zur Verköstigung anzubieten.



Staatliche Pinakothek

In der sehr reichen Sammlung wird die Seneser Malerei vom XII. bis XVIII. Jh. dokumentiert, mit Meisterwerken seiner großen und weniger bekannten, aber jedoch sehr interessanten Künstler. Hierbei sind einige zu nennen, auch von anderen Schulen: Guido da Siena, Duccio, N. di Segna, B. di Fredi, S. Martini, L. Memmi, A. und P. Lorenzetti (präsent mit vielen Werken großer Kunst), A. Vanni, D. di Bartolo, A. Puccinelli, B. Daddi, L. Monaco, A. Veneziano, T. di Bartolo, Sassetta, Maestro dell'Osservanza, Neroccio, F. di Giorgio Martini, Sano di Pietro, Vecchietta, Pinturicchio, Salimbeni, Albertinelli, Vasari, Beccafumi, Sodoma. Hier findet auch die "Collezione Spannocchi" Platz mit italienischen, flämischen und deutschen Gemälden: B. Strozzi, Lotto, P. Bordone, Moroni, Durer (einem wunderbaren "San Girolamo") und anderen.